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Tabut (Coffin) تابوت © Shahram Entekhabi  شهرام انتخابی
Tabut (Coffin), 2012, Ball Pen on Paperboard, 118 x 175 cm
 
Hamal (The Good Carrier) حمال © Shahram Entekhabi  شهرام انتخابی

Falak (Feet Torture)  فلک © Shahram Entekhabi  شهرام انتخابی
Hamal (The Good Carrier), 2012
Ball Pen on Paperboard, 70 x 100 cm
Falak (Feet Torture), 2012
Ball Pen on Paperboard, 70 x 100 cm
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Das Werk des iranisch-stämmigen, in Berlin lebenden Künstlers Shahram Entekhabi nimmt aus einer migrantischen Perspektive Fragen der Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung in den Blick und reflektiert Aspekte normativer, weißer, heterosexueller Männlichkeit. In seinen Performances, Videoarbeiten und Zeichnungen setzt Entekhabi sich häufig selbst ins Bild, um in unterschiedlichen Rollen Identitätszuschreibungen kritisch zu reflektieren.

Die Arbeit Tabut geht auf seine Installationen Shahre Farang (2010) zurück, die einen im Iran bis in die 1960er Jahre verbreiteten Schaukasten mit mechanisch bewegten Bildern als Frühform des Kinos zitiert, in dem eine autobiografische Narration über seine Kindheit und Jugend im Iran zu hören ist. Der frühe Tod seines Vaters während seiner Kindheit, der zum Katalysator für Entekhabis Auswanderung aus dem Iran wurde, spielt eine zentrale Rolle. In der Zeichnung Tabut nimmt der Künstler Bezug auf die Beerdigung seines Vaters, die er als Kind erlebte. Der Sarg erscheint dabei stark verlängert und Entekhabi erscheint als erwachsener Sargträger und dabei vielfach multipliziert. Durch die Vervielfachung seiner Person wie auch die Überlängung des Sargs nimmt die Zeichnung nicht nur den Aspekt des Vergehens von Zeit auf, sondern spielt auch auf das Wesen des Films an, der die Trägheit des Auges nutzt, um die Illusion eines bewegtes Bild zu erzeugen.

Collection Artothek, Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.), Berlin, Germany

Photography by: Jese Ziehe